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Zwangsversteigerungstermine finden: Die besten Quellen in Deutschland 2026

Klaava Redaktion·1. Mai 2026·5 Min. Lesezeit

Jährlich finden in Deutschland mehrere tausend Zwangsversteigerungstermine statt. Sie alle zu finden ist schwieriger als es klingt: Termine sind auf Dutzende Amtsgerichte und verschiedene Portale verteilt, die Aktualisierungsintervalle variieren, und manche Objekte erscheinen nur regional in Bekanntmachungen.

Dieser Artikel erklärt alle relevanten Quellen, ihre Stärken und Schwächen, und wie Sie die Suche für Ihre Zielregion effizient aufsetzen.

Das offizielle ZVG-Portal der Justiz (zvgportal.de)

Das ZVG-Portal (zvgportal.de) ist die offizielle Datenbank der deutschen Justiz für Zwangsversteigerungstermine. Alle Amtsgerichte sind verpflichtet, ihre Termine dort zu veröffentlichen. Es ist damit die vollständigste und rechtlich verbindliche Quelle.

Was das Portal bietet

  • Suchfilter nach Bundesland, Landgerichtsbezirk und Amtsgericht
  • Filter nach Objektart (Grundstück, Wohnhaus, Eigentumswohnung, Gewerbe)
  • Verkehrswertbereich als Suchkriterium
  • Terminzeitraum einstellbar
  • Verlinkung auf die amtliche Bekanntmachung mit Aktenzeichen

Einschränkungen des Portals

Das ZVG-Portal ist funktional, aber nicht benutzerfreundlich: keine Kartenansicht, keine KI-Analyse, kein direkter Zugang zu den Gutachten, keine Renditeeinschätzung. Für eine erste Terminrecherche ist es unverzichtbar, für fundierte Kaufentscheidungen reicht es nicht aus.

So suchen Sie auf zvgportal.de effizient

  1. Wählen Sie das Bundesland, in dem Sie suchen.
  2. Wählen Sie den Landgerichtsbezirk oder filtern Sie direkt nach Amtsgerichten.
  3. Setzen Sie einen Verkehrswert-Mindest- und -Höchstwert.
  4. Wählen Sie einen Terminzeitraum von mindestens 6 bis 8 Wochen, damit ausreichend Vorbereitungszeit bleibt.

Amtsgerichte: Regionale Bekanntmachungen

Jedes Amtsgericht veröffentlicht Versteigerungstermine auch direkt an seiner Gerichtstafel. Einige Amtsgerichte haben zudem eigene Websites mit Terminlisten. Diese können aktueller sein als das zentrale Portal, da die Aktualisierung manchmal verzögert erfolgt.

Wann lohnt sich der direkte Weg zum Amtsgericht?

Wenn Sie in einem sehr spezifischen Bezirk suchen, lohnt es sich, das zuständige Amtsgericht direkt zu kontaktieren oder die Bekanntmachungen dort persönlich einzusehen. Besonders in kleineren Gemeinden kann das die aktuellste Informationsquelle sein.

Klaava: Alle Termine, KI-Analyse, Renditerechner

Klaava aggregiert alle Zwangsversteigerungstermine aus dem ZVG-Portal und den Amtsgerichtsdatenbanken in einer einzigen Plattform. Darüber hinaus bietet Klaava:

  • Kartenansicht: Alle Objekte auf einer interaktiven Karte, gefiltert nach Region, Objektart und Verkehrswert
  • KI-Gutachtenanalyse: Automatische Extraktion von Mängeln, Grundbuchbelastungen und Flächenangaben aus den Verkehrswertgutachten
  • Renditerechner: Sofortige Berechnung der Mietrendite auf Basis von Gutachtenmiete und aktuellem Gebot
  • Besichtigungstermine: Verfügbare Besichtigungsinformationen zu jedem Objekt
  • Tägliche Aktualisierung: Neue Termine erscheinen meist innerhalb von 24 Stunden nach Gerichtsveröffentlichung

Für Bieter, die regelmäßig nach ZVG-Objekten suchen, erspart Klaava mehrere Stunden manuelle Recherche pro Woche.

Weitere Portale und Quellen

Immobilienportale mit ZVG-Sektion

Einige große Immobilienportale listen Zwangsversteigerungsobjekte:

  • ImmobilienScout24: Eigene ZVG-Sektion, allerdings nicht vollständig und ohne direkten Gutachten-Zugang
  • Immowelt/Immonet: Vereinzelt ZVG-Listings, weniger systematisch
  • Argetra: Spezialisiertes Portal, das Daten vom ZVG-Portal aufbereitet

Diese Portale sind als Ergänzung nützlich, ersetzen aber nicht die vollständige Recherche über das ZVG-Portal oder Klaava.

Lokale Zeitungen und Amtsblätter

Historisch waren Zwangsversteigerungen in lokalen Zeitungen und Amtsblättern zu finden. Seit der Pflicht zur Veröffentlichung auf zvgportal.de ist diese Quelle weniger relevant, aber in Ausnahmefällen kann sie frühe Informationen liefern.

Anwälte und Zwangsverwalter

Rechtsanwälte und Zwangsverwalter, die im ZVG-Bereich tätig sind, erhalten manchmal Vorabinformationen zu kommenden Verfahren. Wer in einem bestimmten Segment sehr aktiv ist, kann von diesem Netzwerk profitieren. Für Einsteiger ist diese Quelle jedoch kaum zugänglich.

Wie früh erscheinen Termine?

Zwischen Anordnung der Zwangsversteigerung durch das Gericht und dem tatsächlichen Versteigerungstermin liegen in der Regel 4 bis 12 Monate. Die öffentliche Bekanntmachung erfolgt spätestens 6 Wochen vor dem Termin, oft früher.

Praktische Empfehlung: Richten Sie Suchalarme ein, die Sie bei neuen Objekten in Ihrer Zielregion sofort benachrichtigen. Auf Klaava funktioniert das per Filteralarm. So sehen Sie Objekte frühzeitig, noch bevor sie breiter bekannt werden.

Welche Informationen enthält die Bekanntmachung?

Die amtliche Bekanntmachung eines Versteigerungstermins enthält laut § 39 ZVG mindestens:

  • Bezeichnung des zu versteigernden Grundstücks (Adresse, Grundbuchdaten)
  • Datum, Uhrzeit und Ort des Termins
  • Name des zuständigen Amtsgerichts und Aktenzeichen
  • Festgesetzter Verkehrswert
  • Hinweis auf verfügbare Unterlagen (Gutachten, Auszüge)

Das Gutachten selbst ist in der Regel 4 bis 6 Wochen vor dem Termin beim Gericht einsehbar oder digital abrufbar. Klaava stellt verfügbare Gutachten direkt auf der Objektseite bereit.

Termine verfolgen: So bauen Sie eine effiziente Suchstrategie auf

Schritt 1: Zielregion eingrenzen

Definieren Sie die Regionen, in denen Sie kaufen würden. Je enger die Definition, desto schneller können Sie handeln, wenn ein geeignetes Objekt erscheint.

Schritt 2: Suchfilter setzen

Nutzen Sie Verkehrswert-Obergrenzen, Objektarten und Termindatum als Filter. Auf Klaava können Sie zusätzlich nach Zustand (Leerstand vs. bewohnt), Renditepotenzial und KI-Bewertung filtern.

Schritt 3: Frühzeitig reagieren

Sobald ein Objekt erscheint, das Ihren Kriterien entspricht:

  1. Gutachten herunterladen und vollständig lesen (oder Klaava KI-Analyse nutzen)
  2. Verkehrswert und eigene Markteinschätzung vergleichen
  3. Grundbucheintragungen prüfen
  4. Finanzierung klären
  5. Maximalgebot kalkulieren

Häufige Fragen zu Zwangsversteigerungsterminen

Wie finde ich Zwangsversteigerungstermine in meiner Nähe? Gehen Sie auf zvgportal.de, wählen Sie Bundesland und Amtsgerichtsbezirk, und setzen Sie einen Terminfilter auf die nächsten 8 Wochen. Alternativ nutzen Sie Klaava mit Kartenansicht und Umkreissuche.

Werden alle Termine auf zvgportal.de veröffentlicht? Ja, laut § 39 ZVG müssen alle Amtsgerichte Termine dort veröffentlichen. In der Praxis gibt es gelegentlich Verzögerungen von wenigen Tagen.

Wie weit im Voraus erscheinen Termine? Meist 4 bis 8 Wochen vor dem Termin, manchmal früher. Frühzeitige Suchalarme sind wichtig, um ausreichend Vorbereitungszeit zu haben.

Kann ich Termine direkt beim Amtsgericht anfragen? Ja. Sie können beim zuständigen Rechtspflegebüro des Amtsgerichts schriftlich oder per Telefon nach anstehenden Terminen fragen. Das ist besonders in kleineren Amtsbezirken sinnvoll.

Sind Zwangsversteigerungstermine öffentlich? Ja. Jeder kann ohne Anmeldung oder Einladung an einem Versteigerungstermin teilnehmen, auch nur als Beobachter. Mitbieten darf nur, wer eine gültige Sicherheitsleistung nachweist.


Den vollständigen Ablauf eines Termins erklärt unser Artikel Wie funktioniert eine Zwangsversteigerung. Was Sie im Gutachten suchen sollten, lesen Sie in Gutachten bei Zwangsversteigerungen richtig lesen.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information ohne Gewähr auf Vollständigkeit.

Klaava

Informiert in den nächsten Termin.

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