Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: August 2026
§ 1 Geltungsbereich und Anbieter
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) regeln das Vertragsverhältnis zwischen Qantor One UG (haftungsbeschränkt), c/o Miskiewicz, Blankeneser Landstraße 39, 22587 Hamburg (nachfolgend „Anbieter“) und den Nutzern der Plattform Klaava (www.klaava.de), nachfolgend „Plattform“.
Die AGB gelten für alle Nutzungsverträge, unabhängig davon, ob der Nutzer eine natürliche oder juristische Person ist. Abweichende Bedingungen des Nutzers werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
§ 2 Leistungsbeschreibung
Klaava ist eine Informationsplattform, die öffentlich zugängliche Zwangsversteigerungsdaten aus deutschen Amtsgerichten aggregiert, strukturiert und um Lage- und Kartendaten ergänzt. Die Plattform stellt insbesondere folgende Funktionen bereit:
- Interaktive Karte der aktuellen Zwangsversteigerungsobjekte, bundesweit aus den amtlichen Bekanntmachungen
- Zugang zu Gutachten, Exposés und amtlichen Bekanntmachungen (soweit öffentlich verfügbar)
- Automatisierte Extraktion von Objektdaten aus Wertgutachten (KI-gestützt)
- Renditeschätzung als Orientierungshilfe
Die Plattform dient ausschließlich der Information und Orientierung. Sie stellt keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder Anlageberatung dar und ersetzt nicht die individuelle Beratung durch zugelassene Fachleute. Investitionsentscheidungen sind stets auf Basis eigener Prüfung und fachkundiger Beratung zu treffen.
§ 3 Kostenlose Registrierung
Der kostenlose Nutzungsvertrag kommt durch die Registrierung des Nutzers auf der Plattform zustande. Der Nutzer gibt durch Absenden des Registrierungsformulars ein Angebot zum Abschluss eines Nutzungsvertrags ab; der Anbieter nimmt dieses durch Freischaltung des Kontos an. Der Abschluss eines kostenpflichtigen Abonnements richtet sich nach § 4.
Der Nutzer hat bei der Registrierung korrekte, vollständige und aktuelle Angaben zu machen und diese bei Änderungen unverzüglich zu aktualisieren. Ein Nutzerkonto ist nicht übertragbar. Der Nutzer ist verpflichtet, seine Zugangsdaten vertraulich zu behandeln und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Bei Verdacht auf unbefugten Zugriff ist der Anbieter unverzüglich zu informieren.
§ 4 Vertragsschluss über kostenpflichtige Abonnements
(1) Technische Schritte zum Vertragsschluss. Der Nutzer wählt im Anmelde-Assistenten den Tarif „Pro“ und das Abrechnungsintervall (monatlich oder jährlich) und legt ein Konto an. Nach Bestätigung seiner E-Mail-Adresse gelangt er auf die Seite zum Abschluss des Abonnements und von dort zur Bezahlseite des Zahlungsdienstleisters Stripe. Dort gibt er Rechnungsdaten und Zahlungsmittel ein und sieht vor dem Absenden eine Übersicht mit Tarif, Preis einschließlich Umsatzsteuer, Abrechnungsintervall und Dauer der kostenlosen Testphase. Mit dem Betätigen der Schaltfläche „Zahlungspflichtig abonnieren“ gibt der Nutzer ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt zustande, sobald der Anbieter die Bestätigung von Stripe erhält und das Abonnement im Konto des Nutzers freischaltet.
(2) Speicherung des Vertragstexts. Der Anbieter speichert die Vertragsdaten und stellt dem Nutzer eine Bestellbestätigung in Textform per E-Mail zu. Diese AGB und die Widerrufsbelehrung sind jederzeit über die Plattform abrufbar und können ausgedruckt oder gespeichert werden. Rechnungen sind über das Kundenportal von Stripe abrufbar, das der Nutzer aus seinem Konto heraus erreicht. Eine darüber hinausgehende Zugänglichmachung des Vertragstexts durch den Anbieter erfolgt nicht.
(3) Erkennung und Berichtigung von Eingabefehlern. Der Nutzer kann seine Eingaben bis zur Abgabe der Bestellung jederzeit korrigieren. Im Anmelde-Assistenten dient dazu die Schaltfläche „Zurück“, auf der Bezahlseite die Korrekturmöglichkeiten des Zahlungsdienstleisters. Der Bestellvorgang kann bis zur Absendung jederzeit durch Schließen des Browserfensters abgebrochen werden.
(4) Vertragssprache. Der Vertragsschluss erfolgt ausschließlich in deutscher Sprache.
§ 5 Nutzungsrechte
Der Anbieter räumt dem Nutzer für die Laufzeit des Vertrags ein einfaches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht zur Nutzung der Plattform für eigene interne Geschäftszwecke ein.
Dem Nutzer ist es insbesondere untersagt:
- Inhalte der Plattform automatisiert abzurufen (Scraping, Crawling, Bots)
- Daten oder Funktionen der Plattform weiterzuverkaufen oder Dritten entgeltlich zur Verfügung zu stellen
- Die Plattform oder ihre Infrastruktur durch übermäßige Anfragen zu belasten (DoS)
- Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen oder zu manipulieren
- Inhalte in einer Weise zu nutzen, die Urheberrechte oder Datenbankrechte Dritter verletzt
- Die Plattform für illegale Zwecke zu nutzen oder gegen geltendes Recht zu verstoßen
§ 6 Datenqualität und Haftungsausschluss für Inhalte
Die auf der Plattform angezeigten Daten werden automatisiert aus öffentlich zugänglichen amtlichen Quellen (Amtsgerichtsveröffentlichungen, zvg-portal.de) aggregiert und mittels KI-Verfahren strukturiert. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für:
- die Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der angezeigten Objektdaten,
- die Erreichbarkeit verlinkter Quellen oder Dokumente,
- die Vollständigkeit der Marktabdeckung (es werden nicht alle Versteigerungen erfasst).
Die Auswertung der Gutachten erfolgt KI-gestützt nach dem Stand der Technik. Eine Fehlerfreiheit im Einzelfall wird nicht zugesichert. Maßgeblich ist stets das Originaldokument des Amtsgerichts. Die gesetzlichen Mängelrechte nach §§ 327d ff. BGB bleiben unberührt.
Der Nutzer ist verpflichtet, alle angezeigten Daten eigenverantwortlich anhand der Originaldokumente zu verifizieren, bevor er Entscheidungen auf deren Basis trifft.
§ 7 Haftungsbeschränkung
Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Schäden und für Schäden nach dem Produkthaftungsgesetz.
Für leicht fahrlässige Pflichtverletzungen haftet der Anbieter nur, sofern wesentliche Vertragspflichten (Kardinalpflichten) verletzt wurden, und auch dann nur in Höhe des vorhersehbaren, vertragstypischen Schadens. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertraut und vertrauen darf.
Jede weitergehende Haftung ist, soweit gesetzlich zulässig, ausgeschlossen. Das gilt insbesondere für entgangenen Gewinn, Datenverlust, Fehlinvestitionen oder mittelbare Schäden aufgrund von Informationen auf der Plattform.
§ 8 Verfügbarkeit und Wartung
Der Anbieter bemüht sich um eine Verfügbarkeit der Plattform von 99 % im Jahresmittel (exklusive geplanter Wartungsfenster). Ein Anspruch auf Einhaltung dieser Quote im Einzelfall besteht nicht; die gesetzlichen Rechte bei Mängeln bleiben unberührt.
Der Anbieter darf Funktionen der Plattform ändern, einschränken oder einstellen, wenn dafür ein triftiger Grund vorliegt. Triftige Gründe sind abschließend:
- der Wegfall, die Sperrung oder eine wesentliche Änderung einer genutzten Datenquelle,
- die technische Weiterentwicklung der Plattform,
- eine geänderte Rechtslage oder eine behördliche oder gerichtliche Anordnung,
- zwingende Anforderungen der IT-Sicherheit oder des Datenschutzes.
Der Anbieter kündigt eine solche Änderung in Textform mit angemessener Frist an. Die Änderung darf für den Nutzer nicht mit zusätzlichen Kosten verbunden sein. Beeinträchtigt sie den Zugang zur Plattform oder deren Nutzbarkeit mehr als nur unerheblich, kann der Nutzer den Vertrag innerhalb von 30 Tagen ab Zugang der Mitteilung oder ab dem Zeitpunkt der Änderung, je nachdem welcher Zeitpunkt später liegt, unentgeltlich kündigen. Der vertragliche Kernnutzen bleibt in jedem Fall erhalten; § 327r BGB bleibt unberührt.
§ 9 Geistiges Eigentum
Sämtliche Rechte an der Plattform, ihrer Software, ihrem Design und den vom Anbieter erstellten Inhalten verbleiben beim Anbieter oder seinen Lizenzgebern. Die Daten der öffentlichen Versteigerungsbekanntmachungen sind amtliche Werke im Sinne des § 5 UrhG und urheberrechtsfrei; die Aufbereitung, Strukturierung und Anreicherung durch den Anbieter genießt Schutz als Datenbankwerk gemäß §§ 4, 87a ff. UrhG.
§ 10 Preise und Zahlung
Die aktuellen Preise und Leistungsumfänge der verschiedenen Zugangsstufen sind dem Preisbereich auf der Startseite (klaava.de/#pricing) zu entnehmen. Die angegebenen Preise sind Bruttopreise und enthalten die gesetzliche Umsatzsteuer von derzeit 19 %.
Die Zahlung erfolgt im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum. Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur Plattform bis zum Ausgleich der offenen Forderung zu sperren.
§ 11 Widerrufsrecht für Verbraucher
Verbrauchern steht bei Abschluss eines kostenpflichtigen Abonnements ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen zu. Die vollständige Widerrufsbelehrung einschließlich Muster-Widerrufsformular ist unter klaava.de/widerruf abrufbar und wird im Bestellprozess zur Verfügung gestellt.
§ 12 Laufzeit und Kündigung
Der Nutzungsvertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann vom Nutzer jederzeit ohne Einhaltung einer Frist mit Wirkung zum Ende des jeweils laufenden Abrechnungszeitraums gekündigt werden; bereits im Voraus gezahlte Entgelte für den laufenden Abrechnungszeitraum werden nicht anteilig erstattet. Der Anbieter kann den Vertrag mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende des jeweiligen Abrechnungszeitraums kündigen. Die Kündigung kann per E-Mail an support@qantor.de oder über die Kontoeinstellungen erfolgen.
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor, wenn der Nutzer gegen § 5 (Nutzungsrechte) verstößt, falsche Angaben bei der Registrierung gemacht hat oder trotz Mahnung mit Zahlungen in Verzug ist.
Nach Vertragsende werden Nutzerdaten gemäß den Fristen in der Datenschutzerklärung gelöscht. Ein Anspruch auf Herausgabe gespeicherter Daten besteht für 30 Tage nach Vertragsende. Gesetzliche Aufbewahrungspflichten (insbesondere § 147 AO für steuer- und handelsrelevante Unterlagen) bleiben hiervon unberührt.
§ 13 Änderungen dieser AGB
Änderungen dieser AGB, die zur Anpassung an eine geänderte Rechtslage oder höchstrichterliche Rechtsprechung erforderlich sind oder die das Vertragsverhältnis nicht zum Nachteil des Nutzers verschieben (etwa die Einführung zusätzlicher Funktionen oder redaktionelle Klarstellungen), teilt der Anbieter dem Nutzer mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform mit. Die Zustimmung des Nutzers gilt als erteilt, wenn er die Änderungen nicht bis zum Zeitpunkt ihres Wirksamwerdens in Textform ablehnt. Auf diese Genehmigungswirkung weist der Anbieter in der Mitteilung gesondert hin.
Änderungen, die den Kern der vertraglichen Leistung betreffen, insbesondere Änderungen des Preises oder des wesentlichen Leistungsumfangs, bedürfen der ausdrücklichen Zustimmung des Nutzers. Erteilt der Nutzer seine Zustimmung nicht, wird der Vertrag zu den bisherigen Bedingungen fortgesetzt; das Recht beider Parteien zur Kündigung nach § 12 bleibt unberührt.
§ 14 Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) und des deutschen internationalen Privatrechts.
Ist der Nutzer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen oder hat er keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag Hamburg. Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzlich zulässige Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.