Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: Juli 2026
§ 1 Geltungsbereich und Anbieter
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") regeln das Vertragsverhältnis zwischenQantor One UG (haftungsbeschränkt), c/o Miskiewicz, Blankeneser Landstraße 39, 22587 Hamburg(nachfolgend „Anbieter") und den Nutzern der Plattform Klaava (www.klaava.de), nachfolgend „Plattform".
Die AGB gelten für alle Nutzungsverträge, unabhängig davon, ob der Nutzer eine natürliche oder juristische Person ist. Abweichende Bedingungen des Nutzers werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
§ 2 Leistungsbeschreibung
Klaava ist eine Informationsplattform, die öffentlich zugängliche Zwangsversteigerungsdaten aus deutschen Amtsgerichten aggregiert, strukturiert und um Lage- und Kartendaten ergänzt. Die Plattform stellt insbesondere folgende Funktionen bereit:
- Interaktive Karte aller aktuellen Zwangsversteigerungsobjekte in Deutschland
- Zugang zu Gutachten, Exposés und amtlichen Bekanntmachungen (soweit öffentlich verfügbar)
- Automatisierte Extraktion von Objektdaten aus Wertgutachten (KI-gestützt)
- Renditeschätzung als Orientierungshilfe
Die Plattform dient ausschließlich der Information und Orientierung. Sie stellt keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder Anlageberatung dar und ersetzt nicht die individuelle Beratung durch zugelassene Fachleute. Investitionsentscheidungen sind stets auf Basis eigener Prüfung und fachkundiger Beratung zu treffen.
§ 3 Vertragsschluss und Registrierung
Der Vertrag kommt durch die Registrierung des Nutzers auf der Plattform zustande. Der Nutzer gibt durch Absenden des Registrierungsformulars ein Angebot zum Abschluss eines Nutzungsvertrags ab; der Anbieter nimmt dieses durch Freischaltung des Kontos an.
Der Nutzer hat bei der Registrierung korrekte, vollständige und aktuelle Angaben zu machen und diese bei Änderungen unverzüglich zu aktualisieren. Ein Nutzerkonto ist nicht übertragbar. Der Nutzer ist verpflichtet, seine Zugangsdaten vertraulich zu behandeln und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Bei Verdacht auf unbefugten Zugriff ist der Anbieter unverzüglich zu informieren.
§ 4 Nutzungsrechte
Der Anbieter räumt dem Nutzer für die Laufzeit des Vertrags ein einfaches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht zur Nutzung der Plattform für eigene interne Geschäftszwecke ein.
Dem Nutzer ist es insbesondere untersagt:
- Inhalte der Plattform automatisiert abzurufen (Scraping, Crawling, Bots)
- Daten oder Funktionen der Plattform weiterzuverkaufen oder Dritten entgeltlich zur Verfügung zu stellen
- Die Plattform oder ihre Infrastruktur durch übermäßige Anfragen zu belasten (DoS)
- Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen oder zu manipulieren
- Inhalte in einer Weise zu nutzen, die Urheberrechte oder Datenbankrechte Dritter verletzt
- Die Plattform für illegale Zwecke zu nutzen oder gegen geltendes Recht zu verstoßen
§ 5 Datenqualität und Haftungsausschluss für Inhalte
Die auf der Plattform angezeigten Daten werden automatisiert aus öffentlich zugänglichen amtlichen Quellen (Amtsgerichtsveröffentlichungen, zvg-portal.de) aggregiert und mittels KI-Verfahren strukturiert. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für:
- die Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der angezeigten Objektdaten,
- die Korrektheit automatisiert extrahierter Werte aus Gutachten (KI-Extraktion),
- die Erreichbarkeit verlinkter Quellen oder Dokumente,
- die Vollständigkeit der Marktabdeckung (es werden nicht alle Versteigerungen erfasst).
Der Nutzer ist verpflichtet, alle angezeigten Daten eigenverantwortlich anhand der Originaldokumente zu verifizieren, bevor er Entscheidungen auf deren Basis trifft.
§ 6 Haftungsbeschränkung
Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Schäden und für Schäden nach dem Produkthaftungsgesetz.
Für leicht fahrlässige Pflichtverletzungen haftet der Anbieter nur, sofern wesentliche Vertragspflichten (Kardinalpflichten) verletzt wurden — und auch dann nur in Höhe des vorhersehbaren, vertragstypischen Schadens. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertraut und vertrauen darf.
Jede weitergehende Haftung — insbesondere für entgangenen Gewinn, Datenverlust, Fehlinvestitionen oder mittelbare Schäden aufgrund von Informationen auf der Plattform — ist, soweit gesetzlich zulässig, ausgeschlossen.
§ 7 Verfügbarkeit und Wartung
Der Anbieter bemüht sich um eine Verfügbarkeit der Plattform von 99 % im Jahresmittel (exklusive geplanter Wartungsfenster). Ein Anspruch auf eine bestimmte Verfügbarkeit besteht nicht. Der Anbieter behält sich vor, Funktionen der Plattform jederzeit zu ändern, einzuschränken oder einzustellen, sofern der vertragliche Kernnutzen erhalten bleibt oder der Nutzer rechtzeitig informiert wird.
§ 8 Geistiges Eigentum
Sämtliche Rechte an der Plattform, ihrer Software, ihrem Design und den vom Anbieter erstellten Inhalten verbleiben beim Anbieter oder seinen Lizenzgebern. Die Daten der öffentlichen Versteigerungsbekanntmachungen sind amtliche Werke im Sinne des § 5 UrhG und urheberrechtsfrei; die Aufbereitung, Strukturierung und Anreicherung durch den Anbieter genießt Schutz als Datenbankwerk gemäß §§ 4, 87a ff. UrhG.
§ 9 Preise und Zahlung
Die aktuellen Preise und Leistungsumfänge der verschiedenen Zugangsstufen sind dem Preisbereich auf der Startseite (klaava.de/#pricing) zu entnehmen. Die angegebenen Preise sind Bruttopreise und enthalten die gesetzliche Umsatzsteuer von derzeit 19 %.
Die Zahlung erfolgt im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum. Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur Plattform bis zum Ausgleich der offenen Forderung zu sperren.
§ 10 Widerrufsrecht für Verbraucher
Verbrauchern steht bei Abschluss eines kostenpflichtigen Abonnements ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen zu. Die vollständige Widerrufsbelehrung einschließlich Muster-Widerrufsformular ist unter klaava.de/widerruf abrufbar und wird im Bestellprozess zur Verfügung gestellt.
§ 11 Laufzeit und Kündigung
Der Nutzungsvertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann vom Nutzer jederzeit ohne Einhaltung einer Frist mit Wirkung zum Ende des jeweils laufenden Abrechnungszeitraums gekündigt werden; bereits im Voraus gezahlte Entgelte für den laufenden Abrechnungszeitraum werden nicht anteilig erstattet. Der Anbieter kann den Vertrag mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende des jeweiligen Abrechnungszeitraums kündigen. Die Kündigung kann per E-Mail an kontakt@klaava.de oder über die Kontoeinstellungen erfolgen.
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor, wenn der Nutzer gegen § 4 (Nutzungsrechte) verstößt, falsche Angaben bei der Registrierung gemacht hat oder trotz Mahnung mit Zahlungen in Verzug ist.
Nach Vertragsende werden Nutzerdaten gemäß den Fristen in der Datenschutzerklärung gelöscht. Ein Anspruch auf Herausgabe gespeicherter Daten besteht für 30 Tage nach Vertragsende. Gesetzliche Aufbewahrungspflichten (insbesondere § 147 AO für steuer- und handelsrelevante Unterlagen) bleiben hiervon unberührt.
§ 12 Änderungen dieser AGB
Änderungen dieser AGB, die zur Anpassung an eine geänderte Rechtslage oder höchstrichterliche Rechtsprechung erforderlich sind oder die das Vertragsverhältnis nicht zum Nachteil des Nutzers verschieben (etwa die Einführung zusätzlicher Funktionen oder redaktionelle Klarstellungen), teilt der Anbieter dem Nutzer mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform mit. Die Zustimmung des Nutzers gilt als erteilt, wenn er die Änderungen nicht bis zum Zeitpunkt ihres Wirksamwerdens in Textform ablehnt. Auf diese Genehmigungswirkung weist der Anbieter in der Mitteilung gesondert hin.
Änderungen, die den Kern der vertraglichen Leistung betreffen, insbesondere Änderungen des Preises oder des wesentlichen Leistungsumfangs, bedürfen der ausdrücklichen Zustimmung des Nutzers. Erteilt der Nutzer seine Zustimmung nicht, wird der Vertrag zu den bisherigen Bedingungen fortgesetzt; das Recht beider Parteien zur Kündigung nach § 11 bleibt unberührt.
§ 13 Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) und des deutschen internationalen Privatrechts.
Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist, soweit gesetzlich zulässig, Hamburg.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzlich zulässige Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.